WIEDERRUFS- ODER RÜCKGABERECHT
KAUFPREISERSTATTUNG

Der Betreiber muss gegenüber Verbrauchern ein Widerrufsrecht nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen einräumen und den Verbraucher vor Abgabe der Bestellung deutlich über das Bestehen und die Einzelheiten der Ausübung dieses Rechtes belehren. Übt der Verbraucher das Widerrufsrecht aus und sendet die Waren vertragsgemäß zurück, muss die Kaufpreiserstattung seitens des Online-Shops unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 30 Tagen nach Rücksendung der Waren erfolgen. Der Online-Shop muss die landesspezifischen Besonderheiten hinsichtlich der Frist und Modalitäten beachten. Der Betreiber muss vor Bestellung deutlich darauf hinweisen, wenn es für Verträge über Lieferung bestimmter Waren oder Erbringung bestimmter Dienstleistungen kein gesetzliches Widerrufsrecht gibt bzw. dieses mit Zustimmung des Verbrauchers vorzeitig erlischt; die Annahme von Falschlieferungen oder Waren, die im Rahmen der Mängelgewährleistung zurück geschickt werden, darf nicht ausgeschlossen werden. Um Missverständnisse zu vermeiden, soll der Betreiber dem Verbraucher ein Rückgabeformular zur Verfügung stellen, auf dem dieser angeben kann, ob er die Ware gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben oder umtauschen bzw. reparieren lassen möchte.

Artikel 6 (3) der EU-Fernabsatzrichtlinie 97/7: Sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben, kann der Verbraucher das Widerrufsrecht nicht ausüben bei: Verträgen zur Erbringung von Dienstleistungen, deren Ausführung mit Zustimmung des Verbrauchers vor Ende der Frist von sieben Werktagen begonnen hat. Verträgen zur Lieferung von Waren oder Erbringung von Dienstleistungen, deren Preis von der Entwicklung der Sätze auf den Finanzmärkten, auf die der Lieferer keinen Einfluss hat, abhängt. Verträgen zur Lieferung von Waren, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind oder die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung geeignet sind oder schnell verderben können oder deren Verfalldatum überschritten würde. Verträgen zur Lieferung von Audio- oder Videoaufzeichnungen oder Software, die vom Verbraucher entsiegelt worden sind. Verträgen zur Lieferung von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten. Verträgen zur Erbringung von Wett- und Lotterie-Dienstleistungen.